Schaum kann in Branchen wie der Textilverarbeitung, Abwasserbehandlung, Farben und Lacken oder der industriellen Reinigung die Produktion verlangsamen und die Produktqualität beeinträchtigen. Deshalb gehört Dimethylsilikonöl (PDMS) zu den wichtigsten Rohstoffen für leistungsstarke Silikon-Entschäumer.
Die Leistung eines Entschäumers hängt vor allem von zwei Faktoren ab: der richtigen Viskosität des Silikonöls und einem geeigneten Emulgierverfahren.
Wie beeinflusst die Viskosität die Entschäumungsleistung?
Grundsätzlich gilt:
Je nach Anwendung empfiehlt sich eine andere Viskosität.
Textil- und Färbeindustrie
Empfohlene Viskosität: 1.000–5.000 cSt
In der Textilverarbeitung muss Schaum schnell beseitigt werden, ohne Silikonflecken auf dem Gewebe zu hinterlassen.
Niedrigviskoses Dimethylsilikonöl verteilt sich sehr schnell auf der Schaumoberfläche, zerstört Blasen effektiv und lässt sich leichter zu feinen Emulsionen verarbeiten. Dadurch bleiben Stoffe sauber, weich und optisch hochwertig.
Abwasserbehandlung und industrielle Reinigung
Empfohlene Viskosität: 10.000–60.000 cSt
In Kreislaufwassersystemen oder industriellen Reinigungsprozessen entsteht Schaum kontinuierlich durch starke Bewegung und Belüftung.
Hier reicht schnelles Entschäumen allein nicht aus. Hochviskoses Dimethylsilikonöl bleibt länger im System und sorgt für eine dauerhafte Schaumunterdrückung, wodurch weniger Entschäumer nachdosiert werden muss.
Farben, Lacke und Druckfarben
Empfohlene Viskosität: 350–1.000 cSt
Bei Beschichtungen ist neben der Entschäumung auch eine gute Verträglichkeit mit dem Harzsystem entscheidend.
Niedrigviskoses PDMS wird häufig zusammen mit modifizierten Silikonölen eingesetzt. So werden Mikroblasen entfernt, ohne Krater oder andere Oberflächenfehler zu verursachen, und gleichzeitig bleibt eine gute Verlaufseigenschaft erhalten.
Warum ist die Emulgierung so wichtig?
Dimethylsilikonöl ist nicht wasserlöslich und muss deshalb emulgiert werden, um in wasserbasierten Entschäumern eingesetzt werden zu können.
Die Qualität der Emulgierung entscheidet darüber, ob die Emulsion langfristig stabil bleibt und wie gut der Entschäumer funktioniert.
Typischerweise werden folgende Verfahren eingesetzt:
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Nichtionische Emulgatoren
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HLB-Wert zwischen 10 und 12
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Phaseninversions-Emulgierung
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Hochscher-Mischer oder Hochdruckhomogenisatoren
Auch die Tröpfchengröße spielt eine wichtige Rolle:
Eine gut hergestellte Silikonemulsion kann über sechs Monate stabil bleiben, ohne Ölabscheidung oder Phasentrennung.
Fazit
Die richtige Wahl der Viskosität hängt immer von der jeweiligen Anwendung ab.
In Kombination mit einer optimalen Emulgierung lässt sich die Leistung von Dimethylsilikonöl in Textilien, Abwasserbehandlung, Farben, Lacken und vielen weiteren industriellen Anwendungen deutlich verbessern.
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