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  • Höherer Brechungsindex bei LED-Vergussmassen: Mehr Phenylgehalt oder bessere Kontrolle von Transmission, Vergilbung und Aushärtung?

    Phenylmaterial-Auswahl und Vergilbungsanalyse für hochbrechende LED-Vergussmassen | IOTA

    Phenylhaltige Silikone sind eine mögliche Materialrichtung, wenn ein höherer Brechungsindex erforderlich ist. Die Auswahl darf jedoch nicht allein auf einem möglichst hohen Phenylgehalt beruhen. Zusätzlich sind der Brechungsindex des ausgehärteten Systems, die Transmission bei der Zielwellenlänge, die Vergilbung nach photo-thermischer Alterung, das Verhältnis von Vinylgruppen zu aktivem Wasserstoff, der Zustand des Katalysators, die Verkapselungsspannung und die Substratverträglichkeit zu prüfen.

    Der Brechungsindex ist wichtig, beschreibt aber allein weder die Lichtauskopplung noch die langfristige Zuverlässigkeit einer verkapselten LED.


    Warum ist der Brechungsindex wichtig?

    Zwischen LED-Chip und Luft besteht ein Brechungsindexunterschied. Brechungsindex, Transparenz, Geometrie und Grenzflächenzustand der Vergussmasse beeinflussen gemeinsam die Lichtübertragung.

    1. Eine geeignete Indexanpassung kann einen Teil der optischen Grenzflächenverluste reduzieren.
    2. Blasen, Trübung oder Verunreinigungen können trotz hohen Brechungsindex Streu- und Transmissionsverluste verursachen.
    3. Unterschiedliche Chips, Wellenlängen, Leuchtstoffsysteme und Bauformen benötigen unterschiedliche optische Bedingungen.
    4. Gute Anfangswerte garantieren keine ausreichende Beständigkeit nach längerer Wärme- und Lichtbelastung.

    Öffentliche IOTA-Angaben zeigen unterschiedliche Brechungsindexbereiche für Standard-RTV-Silikone und hochbrechende Typen. Der konkrete Wert hängt jedoch vom jeweiligen Materialtyp ab.


    Ist ein höherer Phenylgehalt automatisch besser?

    Phenylstrukturen können den Brechungsindex erhöhen, aber der Phenylgehalt lässt sich nicht direkt einer bestimmten Endleistung zuordnen.

    1. Der ausgehärtete Brechungsindex hängt von Vinylkomponente, Hydridkomponente, Harzstruktur und weiteren Bestandteilen ab.
    2. Flüchtige Stoffe, niedermolekulare Rückstände und Verunreinigungen können Transparenz und Langzeitoptik beeinträchtigen.
    3. Die Phenylstruktur kann auch Viskosität, Verträglichkeit, Vernetzungsdichte und Härte beeinflussen.
    4. Phenyl-Vinyl-Silikonöle und Phenylsilikonharze erfüllen unterschiedliche Funktionen und sind nicht allein nach Phenylgehalt austauschbar.
    5. Entscheidend ist die Prüfung der vollständigen ausgehärteten Formulierung.


    Unterschied zwischen Brechungsindex, Transmission und Vergilbung

    Kennwert Hauptaussage Auswahlgrenze
    Brechungsindex Lichtausbreitung und Brechung an Grenzflächen Kein alleiniger Nachweis der Gesamttransmission
    Transmission Durchgelassener Lichtanteil bei definierter Wellenlänge und Dicke Wellenlänge, Dicke und Prüfbedingungen angeben
    Trübung Durch Weitwinkelstreuung verursachte Eintrübung Blasen, Partikel und Grenzflächendefekte können sie beeinflussen
    Vergilbung/Farbänderung Farbverschiebung vor und nach Alterung Temperatur, Lichtquelle, Dauer und Probenzustand definieren
    Lichtstromerhalt Erhalt der LED-Lichtleistung nach Alterung Auch abhängig von Chip, Leuchtstoff, Träger und Bauform

    ASTM D1003-21 kann zur Bewertung von Trübung und Lichttransmission transparenter Kunststoffe herangezogen werden. Probenherstellung, Dicke und Materialspezifikation beeinflussen das Ergebnis. Die Methode ersetzt keine Zuverlässigkeitsprüfung kompletter LED-Bauteile.


    Wie sind Phenylsilikonöl, Phenylsilikonharz und Vernetzer abzustimmen?

    Materialrichtung Hauptfunktion Zu prüfende Grenzen
    Phenyl-Vinyl-Silikonöl Fließfähiges vinylfunktionelles Basispolymer und optische Struktur Phenyl- und Vinylgehalt, Viskosität, Flüchtige und Transparenz
    Phenylsilikonharz Einstellung von Netzwerk, Härte, Brechungsindex und Mechanik Verträglichkeit, Harzstruktur, Vernetzungsdichte und Aushärtungsspannung
    Hydridvernetzer Additionsvernetzung mit Vinylkomponenten Si-H-Gehalt, Struktur, Verhältnis und Flüchtige
    Platinkatalysatorsystem Steuerung von Reaktionsgeschwindigkeit und Aushärtung Dosierung, Verteilung, Inhibitoren und Lagerstabilität
    Optische Additive Rheologie, Leuchtstoffdispersion oder Grenzflächeneigenschaften Einfluss auf Transmission, Farbe, Aushärtung und Zuverlässigkeit

    Bei unvollständigen Anwendungsdaten sollten Phenylgehalt, Vernetzungsverhältnis und Katalysatordosierung nicht direkt festgelegt werden.


    Warum vergilbt die Vergussmasse oder verliert Transmission?

    1. Silikonrohstoffe, Katalysatoren oder Additive können sich unter Wärme und Licht verändern.
    2. Ein ungeeignetes Vernetzungsverhältnis kann reaktive Reste oder niedermolekulare Bestandteile zurücklassen.
    3. Reinheit, Metallionen, Verunreinigungen und Prozessrückstände können die Farbe beeinflussen.
    4. Ungleichmäßig dispergierte Leuchtstoffe, Pigmente oder Füllstoffe können Streuung und Sedimentation verursachen.
    5. Beim Mischen oder Dosieren eingetragene Luft kann optische Defekte bilden.
    6. Wärme, blaues Licht oder UV-Strahlung können die Auslegungsgrenzen überschreiten.
    7. Veränderungen an Träger, Reflektor, Silberschicht oder anderen Bauteilen können fälschlich als Silikonvergilbung bewertet werden.

    Unterlagen des US-Energieministeriums weisen darauf hin, dass die langfristige Lichtstromstabilität hochbrechender Phenylsysteme nicht allein anhand ihrer Anfangsoptik beurteilt werden sollte.


    Welche Einsatzbedingungen sind vorab zu klären?

    Kategorie Erforderliche Angaben
    LED-Typ Chiptyp, Wellenlänge, Leistung und Bauform
    Optisches Ziel Brechungsindex, Transmission, Trübung und Farbanforderungen
    Formulierung Phenyl-Vinyl-, Hydrid-, Harz- und Katalysatorsystem
    Aushärtung Mischverhältnis, Entgasung, Temperatur, Zeit und Nachhärtung
    Geometrie Schichtdicke, Linsenform, Trägermaterial und Grenzfläche
    Leuchtstoffsystem Typ, Dosierung, Partikelgröße, Sedimentation und Dispersion
    Temperatur Sperrschichtbezogene Bedingungen, Umgebung und Temperaturzyklen
    Lichtbelastung Wellenlänge, Intensität, Betriebszeit und Alterungsmethode
    Fehlerbild Vergilbung, Trübung, Risse, Delamination, Blasen oder Lichtstromverlust
    Elektrik/Umgebung Isolation, Feuchte-Wärme, korrosive Gase und weitere Anforderungen

    Sperrschichttemperatur, innere Bauteiltemperatur und Lichtintensität sind am realen Bauteil zu bestimmen.


    Versuchsplanung

    1. Chips, Träger, Leuchtstoffe und weitere Komponenten derselben Chargen verwenden.
    2. Aktuelles System, verschiedene Phenylstrukturen und vollständige Rezepturanpassungen vergleichen.
    3. Schichtdicke, Mischverhältnis, Entgasung und Aushärtungsprofil konstant halten.
    4. Brechungsindex und Aussehen der flüssigen Rohstoffe sowie des ausgehärteten Systems messen.
    5. Transmission und Trübung bei festgelegter Wellenlänge und Probendicke prüfen.
    6. Farb- und Optikänderungen nach Wärme-, Licht-, Feuchte-Wärme- und Temperaturwechselbelastung erfassen.
    7. Härte, Modul, Risse, Delamination, Blasen und Grenzflächenzustand prüfen.
    8. Anfangslichtleistung und Lichtstromänderung an realen LED-Bauteilen vergleichen.


    Häufige Irrtümer

    1. Mehr Phenyl bedeutet immer höhere Lichtausbeute

    Die Lichtausbeute hängt zusätzlich von Transmission, Geometrie, Chip, Leuchtstoff und Grenzfläche ab.

    2. Transparente Rohstoffe ergeben immer ein transparentes Endprodukt

    Vernetzungsverträglichkeit, Luftblasen, Katalysator, Dispersion und Aushärtung können die Transparenz verändern.

    3. Ein guter Anfangsbrechungsindex beweist Langzeitzuverlässigkeit

    Farb- und Optikerhalt nach Wärme, Licht, Feuchte-Wärme und Temperaturzyklen müssen geprüft werden.

    4. Vergilbung kommt immer vom Phenylsilikon

    Auch Leuchtstoff, Träger, Silberschicht, Verunreinigungen oder andere Komponenten können die Ursache sein.

    5. Eine höhere Aushärtungstemperatur löst jedes Aushärtungsproblem

    Zu schnelles Erwärmen kann lokale Überreaktion, eingeschlossene Blasen und höhere innere Spannungen verursachen.


    Empfohlene Auswahl

    1. LED-Typ, Wellenlänge, Leistung und Bauform definieren.
    2. Ziele für Brechungsindex, Transmission, Trübung und Vergilbung festlegen.
    3. Struktur und Spezifikationen von Phenyl-Vinyl-Komponente, Phenylsilikonharz und Hydridvernetzer prüfen.
    4. Mischverhältnis, Katalysator, Inhibitor, Entgasung und Aushärtung kontrollieren.
    5. Das vollständige ausgehärtete System optisch, mechanisch und nach Alterung prüfen.
    6. Lichtleistung, Farbänderung und Grenzflächenzuverlässigkeit am realen LED-Bauteil validieren.
    7. Material und Prozess anhand mehrerer Chargen bestätigen.

    IOTA Silicone Oil (Anhui) Co., Ltd. bietet als Anbieter ganzheitlicher Silikonlösungen Unterstützung bei der Auswahl von Phenyl-Vinyl-Silikonölen, Phenylsilikonharzen, Hydridvernetzern und zugehörigen Additiven für LED-Verkapselungen. Die endgültige Lösung ist anhand von Zielbrechungsindex, Wellenlänge, Bauform, Aushärtungssystem und Zuverlässigkeitsanforderungen festzulegen.


    FAQ

    Führt ein höherer Phenylgehalt immer zu einem höheren Brechungsindex?

    Nicht zwingend. Der ausgehärtete Wert hängt auch von Polymerstruktur, Vernetzer, Harz und weiteren Bestandteilen ab.

    Entspricht der Brechungsindex des Rohstoffs dem des ausgehärteten Produkts?

    Nein. Vernetzung und weitere Rezepturbestandteile können den Wert verändern. Das vollständige ausgehärtete Muster muss geprüft werden.

    Ist eine hochbrechende Vergussmasse immer besser?

    Nein. Transmission, Vergilbung, Aushärtungsspannung, Grenzflächenzuverlässigkeit und gealterte Lichtleistung sind ebenfalls entscheidend.

    Bedeutet Vergilbung immer unzureichende Wärmebeständigkeit?

    Nein. Licht, Katalysator, Verunreinigungen, Leuchtstoff, Träger und andere Bauteile können beteiligt sein.

    Wie lassen sich zwei Vergussmassen optisch vergleichen?

    Probendicke, Wellenlänge, Aushärtungsbedingungen und Messgerät müssen identisch sein. Transmission, Trübung und Farbe sind vor und nach Alterung zu vergleichen.

    Ist nach bestandener Hochtemperaturalterung noch ein LED-Betriebstest erforderlich?

    Ja. Eine reine Materialalterung bildet kontinuierliche Lichtemission, lokale Erwärmung und Wellenlängeneinflüsse nicht vollständig ab.




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