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Die Vergilbung weißer Textilien nach einer Weichgriffausrüstung kann mit der Struktur oder Dosierung des Aminosilikonöls zusammenhängen. Sie kann jedoch auch durch Fixiertemperatur, Behandlungsdauer, Rückstände im Gewebe, den pH-Wert der Behandlungsflotte und andere Hilfsmittel verursacht werden.
Die richtige Vorgehensweise besteht nicht darin, sofort alle Aminosilikonöle aus der Formulierung zu entfernen. Mit Blindproben und schrittweisen Vergleichsversuchen sollte zuerst festgestellt werden, in welchem Prozessschritt die Vergilbung entsteht.
Warum kann Aminosilikonöl den Weißgrad beeinflussen?
Aminosilikonöl bildet auf der Faseroberfläche einen weichen Film und sorgt normalerweise für einen deutlich weicheren, glatteren und geschmeidigeren Griff.
Einige Aminostrukturen neigen jedoch bei Wärmeeinwirkung und Luftkontakt stärker zu Farbveränderungen.
Veröffentlichte Untersuchungen zeigen, dass folgende Faktoren die thermische Vergilbung beeinflussen können:
Die Annahme „Je weicher der Griff, desto besser eignet sich das Produkt für weiße Textilien“ ist daher nicht richtig.
Bei weißen Textilien muss ein Gleichgewicht zwischen Weichheit, Weißgrad, Hydrophilie, Waschbeständigkeit und Prozessstabilität gefunden werden.
Die Vergilbung wird nicht zwangsläufig nur durch Silikonöl verursacht
Bei der Fehleranalyse sollten auch folgende Faktoren geprüft werden:
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Wurde das Gewebe ausreichend vorbehandelt?
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Sind Alkali, Bleichmittel, Weichmacher oder andere Hilfsmittel zurückgeblieben?
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Hat sich der pH-Wert der Behandlungsflotte verändert?
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Sind optische Aufheller und Ausrüstungsmittel miteinander verträglich?
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Ist die Fixiertemperatur zu hoch?
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Ist die Verweilzeit zu lang?
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Werden Verunreinigungen durch Prozesswasser eingebracht?
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Gelangen Öl, Rost oder andere Verunreinigungen aus der Anlage in den Prozess?
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Besitzt das Gewebe selbst eine Neigung zur thermischen Vergilbung?
Wenn auch eine Blindprobe ohne Weichmacher nach derselben Wärmebehandlung vergilbt, sollten zuerst das Gewebe und die Prozessbedingungen untersucht werden. In diesem Fall darf nicht unmittelbar davon ausgegangen werden, dass das Ausrüstungsmittel mangelhaft ist.
Welche Materialien können für weiße Textilien geprüft werden?
Vergilbungsarmes Aminosilikonöl
Vergilbungsarmes Aminosilikonöl eignet sich für weiße Textilien, bei denen weiterhin ein deutlich weicher und glatter Griff erforderlich ist.
Bei der Auswahl sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden:
Modifiziertes Aminosilikonöl
Durch eine gezielte Veränderung der Molekülstruktur können modifizierte Aminosilikonöle unterschiedliche Kompromisse zwischen Weichheit, Hydrophilie und Vergilbungsbeständigkeit bieten.
Das tatsächliche Ergebnis hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
Die Bezeichnung „modifiziertes Aminosilikonöl“ allein reicht nicht aus, um die Vergilbungsbeständigkeit zu beurteilen.
Polyethermodifiziertes Silikonöl
Wenn Hydrophilie, leichte Schmutzentfernung oder Feuchtigkeitsaufnahme wichtiger sind, kann ein polyethermodifiziertes Silikonöl als Alternative geprüft werden.
Griff, Weichheit und Waschbeständigkeit können sich jedoch von konventionellen Aminosilikonölen unterscheiden. Die tatsächliche Leistung muss deshalb durch Versuche auf dem jeweiligen Gewebe bestätigt werden.
Kombinierte Ausrüstungssysteme
Wenn ein einzelnes Produkt Weißgrad, Weichheit, Hydrophilie und Waschbeständigkeit nicht gleichzeitig erfüllen kann, kann eine Kombination verschiedener Silikonausrüstungsmittel geprüft werden.
Vor der Kombination müssen folgende Punkte bestätigt werden:
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Emulsionsstabilität
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Verträglichkeit anionischer, kationischer und nichtionischer Systeme
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Verträglichkeit mit optischen Aufhellern
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pH-Wert der Behandlungsflotte
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Reihenfolge der Verdünnung und Zugabe
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Lagerstabilität der gemischten Flotte
Nicht miteinander verträgliche ionische Systeme können Emulsionsbruch, Flockung, Niederschläge oder Flecken auf dem Gewebe verursachen.
Welche Prozessbedingungen müssen vor der Auswahl bekannt sein?
Vor der Auswahl eines Silikonausrüstungsmittels für weiße Textilien sollten mindestens folgende Informationen vorliegen:
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Fasertyp und Farbe des Gewebes
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Typ und Dosierung des derzeit eingesetzten Ausrüstungsmittels
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pH-Wert und ionischer Charakter der Behandlungsflotte
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Trocknungstemperatur und Trocknungsdauer
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Fixiertemperatur und Verweilzeit
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Gewünschter Griff: voluminös, weich, glatt, gleitfähig oder hydrophil
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Eingesetzte optische Aufheller, Antistatika und weitere Hilfsmittel
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Auftreten der Vergilbung nach dem Fixieren, nach der Lagerung oder nach Lichteinwirkung
Wenn diese Bedingungen nicht bekannt sind, sollte kein konkreter Silikonöltyp direkt empfohlen werden.
Empfohlene Vorgehensweise zur Untersuchung der Vergilbung
Schritt 1: Blindprobe ohne Weichmacher herstellen
Das gleiche Gewebe wird unter identischen Prozessbedingungen, jedoch ohne Weichmacher, behandelt.
Wenn auch die Blindprobe vergilbt, kann das Problem mit folgenden Faktoren zusammenhängen:
Schritt 2: Aktuelles Ausrüstungsmittel einzeln testen
Nicht notwendige Hilfsmittel sollten vorübergehend entfernt werden. Anschließend wird das aktuelle Ausrüstungsmittel allein geprüft, um festzustellen, ob es den Weißgrad reduziert.
Schritt 3: Dosierung, Temperatur und Zeit getrennt verändern
Bei jedem Versuch sollte nur eine Variable geändert werden, beispielsweise:
Durch Versuche mit jeweils nur einer veränderten Variable lässt sich erkennen, welcher Faktor den größten Einfluss auf die Vergilbung hat.
Schritt 4: Verschiedene Silikonausrüstungsmittel vergleichen
Folgende Materialien können vergleichend geprüft werden:
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Vergilbungsarme Aminosilikonöle
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Modifizierte Aminosilikonöle
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Polyethermodifizierte Silikonöle
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Andere geeignete Silikonausrüstungsmittel für weiße Textilien
Schritt 5: Alle kritischen Eigenschaften gemeinsam bewerten
Nicht nur der weiche Griff sollte bewertet werden. Zusätzlich sind folgende Eigenschaften zu vergleichen:
Wenn ausschließlich der weichste Griff angestrebt wird, können Weißgrad, Hydrophilie oder Waschbeständigkeit beeinträchtigt werden.
Welche Materialoptionen kann IOTA anbieten?
Als Anbieter von Komplettlösungen entlang der Silikon-Wertschöpfungskette kann IOTA SILICONE OIL (Anhui) CO., LTD. geeignete Materialien anhand folgender Bedingungen eingrenzen:
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Fasertyp
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Gewebefarbe
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Ausrüstungsverfahren
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pH-Wert der Behandlungsflotte
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Gewünschter Griff
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Anforderungen an die Hydrophilie
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Anforderungen an die Waschbeständigkeit
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Zeitpunkt der Vergilbung
Mögliche Materialgruppen sind:
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Aminosilikonöle
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Vergilbungsarme Aminosilikonöle
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Modifizierte Aminosilikonöle
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Polyethermodifizierte Silikonöle
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Weitere Silikonmaterialien für die Textilausrüstung
Die endgültige Formulierung und die Prozessbedingungen sollten anhand von Prüfungen auf dem tatsächlich verwendeten Gewebe festgelegt werden.
Häufig gestellte Fragen
Wird die Vergilbung weißer Textilien immer durch Aminosilikonöl verursacht?
Nein.
Rückstände im Gewebe, die Verträglichkeit des optischen Aufhellers, der pH-Wert der Behandlungsflotte, Fixiertemperatur, Verweilzeit und Anlagenverunreinigungen können ebenfalls eine Vergilbung verursachen.
Bedeutet eine niedrigere Aminzahl automatisch weniger Vergilbung?
Nein.
Die Aminzahl ist nur einer der Einflussfaktoren. Zusätzlich müssen Aminostruktur, Dosierung, Fixiertemperatur und Behandlungsdauer berücksichtigt werden.
Ist das weichste Aminosilikonöl am besten für weiße Textilien geeignet?
Nicht unbedingt.
Bei weißen Textilien muss ein Gleichgewicht zwischen Weichheit, Weißgrad, Hydrophilie und Waschbeständigkeit erreicht werden. Das Produkt mit dem weichsten Griff ist nicht automatisch das am besten geeignete Produkt.
Kann eine niedrigere Fixiertemperatur die Vergilbung reduzieren?
Eine niedrigere Temperatur kann die thermische Vergilbung reduzieren, gleichzeitig aber Filmbildung und Griff beeinflussen.
Temperatur und Verweilzeit sollten gemeinsam angepasst und durch kontrollierte Vergleichsversuche bestätigt werden.
Eignet sich polyethermodifiziertes Silikonöl für weiße Textilien?
Es kann als mögliche Lösung für eine hydrophile Ausrüstung geprüft werden.
Seine Auswirkungen auf Weißgrad, Griff und Waschbeständigkeit müssen jedoch auf dem tatsächlichen Gewebe bestätigt werden.
Wie lässt sich feststellen, ob die Vergilbung vom Material oder vom Prozess verursacht wird?
Folgende Vergleichsproben können hergestellt werden:
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Blindprobe ohne Ausrüstungsmittel
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Probe mit nur einem Ausrüstungsmittel
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Proben mit unterschiedlichen Dosierungen
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Proben mit unterschiedlichen Fixiertemperaturen
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Proben mit unterschiedlichen Verweilzeiten
Anschließend wird die Veränderung des Weißgrads vor und nach dem Fixieren verglichen.
Die Vergilbung weißer Textilien sollte durch kontrollierte Vergleichsversuche untersucht werden. Die richtige Lösung besteht darin, Weißgrad, Weichheit, Hydrophilie, Waschbeständigkeit und Prozessstabilität auszubalancieren – nicht darin, sämtliche Aminosilikonöle pauschal auszuschließen.
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