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  • Transparenter Schutz für Metall, Glas oder Keramik: Sollte man Siliconharz oder Polysilazan wählen?


    Wenn eine dünne, transparente Beschichtung mit relativ hoher Oberflächenhärte und guter Barrierewirkung erforderlich ist, sollte Polysilazan in der Regel zuerst geprüft werden. Wenn dagegen eine größere Schichtdicke, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit der Formulierung oder eine gute Verträglichkeit mit Pigmenten und Füllstoffen wichtiger sind, kann Siliconharz vorrangig bewertet werden. Die endgültige Auswahl darf sich nicht nur nach der Materialbezeichnung richten. Auch das Substrat, das Korrosionsmedium, die Aushärtungsbedingungen und die Einsatzumgebung müssen durch Anwendungstests berücksichtigt werden.

    Zunächst sechs Einsatzbedingungen klären

    Vor der Materialauswahl sollten folgende Punkte eindeutig geklärt werden:

    1.Ist das Substrat Kohlenstoffstahl, Edelstahl, Aluminium, Glas oder Keramik?
    2.Ist ein transparenter Schutz erforderlich oder ist eine farbige Beschichtung zulässig?
    3.Kommt die Beschichtung mit Feuchtigkeit, Salzsprühnebel, Säuren, Laugen, Lösungsmitteln oder einer Hochtemperatur-Oxidationsumgebung in Kontakt?
    4.Ist das Werkstück Biegung, Vibrationen oder thermischer Ausdehnung und Schrumpfung ausgesetzt?
    5.Ist eine Aushärtung bei Raumtemperatur, durch Luftfeuchtigkeit oder durch Erwärmung möglich?
    6.Erfolgt der Auftrag durch Sprühen, Tauchen, Wischen oder Walzen?

    Wenn diese Bedingungen nicht vollständig bekannt sind, sollte keine konkrete Produkttype direkt empfohlen werden.

    Für welche Anwendungen eignet sich Polysilazan?

    Polysilazan kann zur Herstellung relativ dünner Oberflächenschutzschichten verwendet werden. Perhydropolysilazan kann sich unter geeigneten Bedingungen in ein anorganisches Silizium-Sauerstoff-Netzwerk umwandeln. Daher eignet es sich zur Prüfung transparenter Barrierebeschichtungen auf Glas, Keramik und bestimmten Metalloberflächen.

    Organopolysilazan enthält organische Seitengruppen und bietet dadurch unterschiedliche Möglichkeiten zur Anpassung der Verarbeitungseigenschaften, der Aushärtungsmethode und der Zähigkeit der Beschichtung. Es kann zur Entwicklung von witterungsbeständigen, schmutzabweisenden und schützenden Beschichtungen eingesetzt werden.

    Polysilazan besitzt jedoch eine relativ hohe Reaktivität und reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit, die Sauberkeit des Substrats, die Verarbeitungsumgebung und die Aushärtungsbedingungen. Eine zu hohe Schichtdicke oder eine unvollständige Aushärtung kann zu inneren Spannungen, Rissen oder unzureichender Haftung führen. Deshalb müssen Kompatibilitätstests mit dem jeweiligen Substrat durchgeführt werden.

    Für welche Anwendungen eignet sich Siliconharz?

    Siliconharz eignet sich besser für Beschichtungssysteme, die eine bestimmte Schichtdicke, einen größeren Spielraum bei der Formulierungsanpassung oder die Kombination mit Pigmenten und Füllstoffen erfordern. Je nach Harzstruktur und Formulierungsdesign kann Siliconharz für hitzebeständige, witterungsbeständige, elektrisch isolierende und oberflächenschützende Anwendungen eingesetzt werden.

    Wenn das Werkstück Verformungen oder Temperaturwechseln ausgesetzt ist oder wenn Grundierung, Decklack, Pigmente und Füllstoffe gemeinsam ein vollständiges Beschichtungssystem bilden sollen, bietet Siliconharz in der Regel einen größeren Gestaltungsspielraum bei der Formulierung.

    Dabei ist zu beachten, dass Siliconharz eine breite Materialkategorie darstellt. Methylsiliconharze, Phenylsiliconharze und modifizierte Siliconharze unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Aushärtungsmethoden und Leistungsgrenzen. Die allgemeine Aussage „Siliconharz ist hochtemperaturbeständig“ kann ein konkretes TDS und Anwendungstests nicht ersetzen.

    Wie wählt man zwischen den beiden Materialarten?

    Situationen, in denen Polysilazan zuerst geprüft werden sollte

    • Eine transparente, dünne Beschichtung ist erforderlich, die das ursprüngliche Erscheinungsbild möglichst wenig verändert;
    • Oberflächenhärte, Schmutzbeständigkeit und Barrierewirkung sind besonders wichtig;
    • Die wichtigsten Substrate sind Glas, Keramik, Edelstahl oder andere bereits geprüfte Metalle;
    • Die Verarbeitungs- und Aushärtungsbedingungen können streng kontrolliert werden.

    Situationen, in denen Siliconharz zuerst geprüft werden sollte

    • Eine dickere Schutzschicht ist erforderlich;
    • Pigmente, Füllstoffe oder andere funktionelle Komponenten müssen hinzugefügt werden;
    • Das Werkstück ist Vibrationen, Verformungen oder wiederholten Temperaturwechseln ausgesetzt;
    • Anpassungsfähigkeit der Formulierung, Reparaturfähigkeit und ein breiteres Verarbeitungsfenster sind wichtiger.

    Situationen, in denen ein kombiniertes Beschichtungssystem geprüft werden kann

    Wenn ein einzelnes Material die Anforderungen an Haftung, Flexibilität, Härte und Barrierewirkung nicht gleichzeitig erfüllen kann, können kombinierte Systeme geprüft werden. Dazu gehören beispielsweise eine haftvermittelnde Grundschicht mit einer Polysilazan-Deckschicht oder die Kombination von Siliconharz mit anderen Filmbildnern. Bei solchen Systemen müssen die Verträglichkeit zwischen den einzelnen Schichten und die Reihenfolge der Aushärtung überprüft werden.

    Häufige Fehler bei der Materialauswahl

    • Es wird nur auf die Härte geachtet, ohne die Haftung zu prüfen;
    • Es wird nur die maximale Temperaturbeständigkeit betrachtet, ohne zwischen langfristiger Einsatztemperatur und kurzfristiger Spitzentemperatur zu unterscheiden;
    • Ergebnisse aus Laborprüfungen zur Medienbeständigkeit werden direkt mit der tatsächlichen Lebensdauer gleichgesetzt;
    • Entfettung, Entrostung und Oberflächenaktivierung des Substrats werden vernachlässigt;
    • Die Anwendung wird ohne vorherige Kleinmengen- oder Mustertests direkt ausgeweitet.

    Empfohlene Schritte zur Materialauswahl

    Zunächst sollten Angaben zu Substrat, Medium, Temperatur, Schichtdicke, Aushärtung und Verarbeitungsbedingungen bereitgestellt werden. Anschließend wird geprüft, ob Polysilazan, Siliconharz oder ein kombiniertes System besser geeignet ist. Danach folgen Prüfungen der Haftung, des Erscheinungsbildes, der Medienbeständigkeit und der Beständigkeit gegenüber Temperaturwechseln. Auf Grundlage der tatsächlichen Prüfergebnisse werden schließlich das Material und die Verarbeitungsparameter festgelegt.

    IOTA Silicone Oil Anhui Co., Ltd. positioniert sich als Lösungsanbieter für die gesamte Silicon-Wertschöpfungskette und kann materialübergreifende Lösungen auf Basis von Polysilazan, Perhydropolysilazan, Siliconharz und weiteren Siliconmaterialien anbieten. Das technische Team klärt zunächst die konkreten Einsatzbedingungen und schlägt anschließend geeignete Materialrichtungen vor. Wenn die Anwendungsbedingungen nicht ausreichend bekannt sind, wird keine konkrete Produkttype direkt empfohlen.

    Für die technische Bewertung können öffentlich zugängliche technische Informationen zu Polysilazan-Beschichtungen herangezogen werden. Polysilazan kann als Bindemittel für Beschichtungen und als keramischer Precursor eingesetzt werden. Die verschiedenen Polysilazan-Typen unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich ihrer Aushärtungsbedingungen und Leistungseigenschaften.

    Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Polysilazan und Siliconharz?

    Polysilazan eignet sich besser für die Bewertung transparenter Dünnschichten sowie für Anwendungen, bei denen Oberflächenhärte und Barrierewirkung im Vordergrund stehen. Siliconharz bietet dagegen in der Regel mehr Spielraum bei Schichtdicke, Flexibilität und Anpassung der Formulierung.

    Muss für den transparenten Korrosionsschutz von Metall immer Polysilazan verwendet werden?

    Nein. Zusätzlich müssen die Metallart, die Oberflächenbehandlung, das Korrosionsmedium, die Schichtdicke und mögliche Verformungen berücksichtigt werden. Für bestimmte Einsatzbedingungen können Siliconharz oder ein kombiniertes Beschichtungssystem besser geeignet sein.

    Kann Perhydropolysilazan direkt auf alle Metalle aufgetragen werden?

    Das lässt sich nicht pauschal beurteilen. Verschiedene Metalle besitzen unterschiedliche Oberflächenzustände und Reaktivitäten. Benetzung, Aushärtung, Haftung und Korrosionsbeständigkeit müssen vor der Anwendung geprüft werden.

    Welche Materialart eignet sich für den hydrophoben Schutz von Glas?

    Polysilazan oder eine modifizierte Siliconbeschichtung kann vorrangig geprüft werden. Gleichzeitig müssen jedoch Transparenz, Abriebfestigkeit, Aushärtungsbedingungen und Einsatzumgebung berücksichtigt werden.

    Bietet eine härtere Beschichtung immer einen besseren Schutz?

    Nein. Wenn eine harte Beschichtung keine ausreichende Haftung oder Flexibilität besitzt, kann sie bei Stößen, Biegung oder Temperaturwechseln trotzdem reißen.

    Kann ohne vollständige Angaben zu den Einsatzbedingungen direkt eine Produkttype empfohlen werden?

    Das wird nicht empfohlen. Mindestens Angaben zu Substrat, Medium, Temperatur, Schichtdicke, Aushärtungsmethode und Verarbeitungsbedingungen sind erforderlich, um die Auswahl geeigneter Materialien einzugrenzen.




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