|
Im wichtigen Segment der organosiliciumhaltigen Monomersynthese in der modernen chemischen Industrie fallen pro Tonne des Hauptprodukts Methylchlorsilan etwa 10–15 % Nebenprodukte an, die in der Branche als „Hochsieder“ bekannt sind. Früher wurden diese komplexen Gemische, die schwer zu trennen waren, oft als Abfall behandelt, entweder billig verbrannt oder deponiert, was nicht nur enorme Ressourcenverschwendung verursachte, sondern auch potenzielle Umweltverschmutzungsrisiken aufgrund ihres Chlorgehalts mit sich brachte. Mit der Vertiefung der Konzepte der grünen Chemie und der Kreislaufwirtschaft hat eine innovative Technologie diesen „Ballast“ erfolgreich in einen hochwertigen „Schatz“ verwandelt – hochsiedendes Silikonöl, das es zu einem aufstrebenden Stern der Kreislaufwirtschaft in der chemischen Industrie macht.
Hochsiedendes Silikonöl wird hauptsächlich aus Methylchlorsilan-Hochsiedern durch eine Reihe raffinierter chemischer Prozesse wie Alkoholyse, Hydrolyse, Kondensation und Destillation hergestellt. Dieser Prozess wandelt die ursprünglich chaotische Mischung chlorhaltiger Silane geschickt in ein komplexes Copolymer um, das hauptsächlich aus linearen oder cyclischen Polysiloxanen besteht und kleine Mengen funktioneller Gruppen wie Phenyl und Vinyl enthält. Diese einzigartige Molekularstruktur verleiht dem hochsiedenden Silikonöl eine Reihe hervorragender Gesamtleistungen: Es erbt die inhärenten Silikonfamilien-Eigenschaften einer breiten Temperaturbeständigkeit (-40 °C bis 200 °C), ausgezeichneter elektrischer Isolation, niedriger Oberflächenspannung und Hydrophobizität, während seine komplexe Zusammensetzung stärkere Entschäumungs-, Spreit- und Schmiereigenschaften als einkomponentige Silikonöle bietet.
Derzeit erweitert sich die Anwendungskarte des hochsiedenden Silikonöls rasch. Im Bereich der chemischen Produktion ist es ein effizientes und dauerhaftes Entschäumungsmittel, das weit verbreitet in der PVC-Harzpolymerisation, Papierherstellung, Abwasserbehandlung und Fermentationsindustrie eingesetzt wird, um hartnäckigen Schaum schnell zu beseitigen und einen kontinuierlichen, stabilen Produktionsablauf sicherzustellen. In der Gummi- und Kunststoffverarbeitungsindustrie dient es als hochleistungsfähiges Trennmittel, das einen glatten Isolierfilm zwischen Form und Produkt bildet, wodurch komplex geformte Produkte leicht entformt werden können, ohne nachfolgende Lackier- oder Klebearbeiten zu beeinträchtigen. In der Elektronik- und Elektroindustrie wird es als Basisöl für Vergussmassen und Wärmeleitpasten verwendet, um zuverlässigen Isolations- und Wärmeableitungsschutz zu bieten. Noch vielversprechender sind Spezialdämpfungsfette und Schmierfette, die damit als Basisöl formuliert werden und allmählich in High-End-Fertigungsbereiche wie Automobilbau und Maschinenbau eindringen.
|